Dresden – die Perle im Osten

Wer dem „Elbflorenz“ einen Besuch abstattet, kommt an den weltweit bekannten Sehenswürdigkeiten wie Frauenkirche, Semperoper oder den Schlössern kaum vorbei – und das ist sicherlich auch gut so, denn kaum eine Stadt in Deutschland bietet in Punkto Architektur auf engem Raum so viele Augenweiden wie Dresden.

Doch gerade abseits der üblichen Besucherströme gilt es noch mehr zu entdecken: die Dresdener Neustadt. Genau genommen ist der Name ein wenig irreführend, schließlich blickt die „Neustadt“ auf eine über fünfhundertjährige Geschichte zurück. Nach einem großen Brand im 17. Jahrhundert jedoch wurden große Teile der Neustadt wieder aufgebaut – und zwar im verspielt barrocken Stil.

Die Markthalle mit ihrer wunderschönen Architektur und ihrem bunten Treiben ist bei jedem Wetter einen Besuch wert, doch es gilt in der Neustadt auf Entdeckungsreise zu gehen. Das Barockviertel glänzt mit gutbürgerlicher Architektur, zahlreichen Restaurants, Galerien und ist sicherlich als gelungenes städtebauliches Gesamtensemble zu betrachten.

 
 

Alte Neustadt entdecken

Wer allerdings seine Schritte einige Meter weiter in Richtung Äußere Neustadt lenkt, wird mit einem Dresden belohnt, das sich bis jetzt noch einen Hauch alternativer Ursprünglichkeit hat bewahren können. Das inzwischen angesagte Szeneviertel bietet noch einen Mix aus unrestaurierten Fassaden mit dem Charme seichten Verfalls und liebevoll wieder hergerichteter, teils auch bunt und schriller Architektur. Immer wieder lohnenswert: ein Blick um die Ecke oder in Hinterhöfe, die teils von kleinen Cafés, teils von kleinen Kunsthandwerkläden oder einfach nur Geschäften mit allerlei skurrilem Tüdelkrams bespielt werden.

Hier ist Dresden noch abseits der Touristenmagnete ursprünglich, lebendig, erfrischend schillernd und doch gemächlicher. Eine prima Gelegenheit um zu bummeln, zu stöbern, zu entdecken.

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