Mitten im Ruhrgebiet: Zeche Zollverein in Essen

Einst die größte Zechenanlage Europas mit einer Fördermenge von bis zu einer Million Tonnen Kohle pro Jahr ist Zollverein heute UNESCO-Welterbe.

Doch wer glaubt, in der weitreichenden Anlage, die von 1851 bis 1992 in Betrieb war, würden die Besucher lediglich mit der Geschichte des Kohleabbaus im Ruhrgebiet in Berührung gebracht, liegt falsch. Zwar dokumentiert die liebevoll gestaltete Dauerausstellung im Ruhr Museum das Leben und die Entstehung des Ruhrgebietes auf drei Etagen in der ehemaligen Kohlenwäsche, doch Zollverein hat weitaus mehr zu bieten.

Die ehemalige Zeche und Kokerei ist im Laufe der Jahre durch die beharrliche Arbeit der Stiftung Zollverein zu einem wichtigen Kulturstandort geworden. Konzerte, Ausstellungen, Veranstaltungen unterschiedlichster Couleur sind seit etlichen Jahren ein wichtiger Bestandteil der alten Industriegemäuer. So findet sich unter anderem im fest integrierten ret dot design museum die weltweit größte Dauerausstellung mit Exponaten zeitgenössischen Designs.

 
 

Mehr als nur Museen

Allerdings ist neben dem Besuch der Ausstellungen auch geraten, sich ein wenig Zeit für einen Blick hinter die Kulissen zu nehmen. Auf dem Denkmalpfad Zollverein, der teilweise durch Hallen und Räume führt die wirken, als seien sie gestern noch in Produktion gewesen, bekommt der Besucher einen Eindruck von der harten Arbeit, dem Leben der Kumpel und auch den teils gigantischen Ausmaßen der Kohleförderung im Ruhrgebiet.

Der Besuch des Industriedenkmals ist jahreszeiten- und witterungsunabhängig. Allerdings sollte man sicherlich mehr als nur eine Stunde einplanen – Zollverein eignet sich am besten als Tagesausflug.

Fotos: Jens Bredehorn, Dieter Schütz / pixelio.de

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