Tegernsee – Zwischen Himmel und Erde

Das Herz Bayerns schlägt nicht in München so heißt es, sondern am Tegernsee. 50 Kilometer von der Landeshauptstadt entfernt liegt das sauberste Gewässer Bayerns eingerahmt in ein Alpenpanorama.  Ein guter Ort um die Seele baumeln zu lassen und die Natur zu genießen.

In den kleinen Städten rund um den Tegernsee können alte Traditionen noch immer erlebt werden, wie der alljährliche Almabtrieb Ende September. Die Herden kommen an diesem Tag zurück ins Dorf um auf den nächsten Sommer zu warten. Jedes einzelne Tier wird aufwendig mit Zweigen, Blumen und Bändern geschmückt. Dabei scheint beim Kopfschmuck zu gelten: je größer, desto besser. Die größten Exemplare sind fast so groß wie ein Mann. Die Glocken, die man den Tieren Umgehängt hat, sind schon lange zu hören bevor die Herde das Dorf erreicht. Und mit der Herde ziehen die Hirten und Hirtinnen ins Dorf ein, alle gekleidet in traditionell bayerische Trachten.

Wem doch eher die traditionellen kulinarischen Köstlichkeiten zusagen, der sollte am Tegernsee auch auf seine Kosten kommen.  Denn dort, wo das Herz Bayerns schlägt, soll man auch das beste Bier Bayerns trinken können. Am besten trinkt man sein Tegernseer Hell im Biergarten des herzoglichen Brauastüberl Tegernsee. Bei gutem Wetter lädt der Biergarten mit offenem Blick auf den See zu einer gemütlichen Runde ein.   Allerdings sollte man auch auf das Innere des Braustüberls einen Blick geworfen haben, denn die urige Einrichtung, die vielen eng beieinanderstehenden Tische und die in Trachten gekleideten Bedienungen vermitteln und der gewölbten Decke den Eindruck längst vergangener Zeiten. Ruhe und Entspannung  wird man im Braustüberl allerdings nicht finden. Gerade zur Mittagszeit sind fast alle Tische belegt. Es ist voll, laut und die Stimmung ist gut.

Ruhiger geht es einige Kilometer entfernt zu – in 1722 Metern Höhe – auf dem Wallberg. Allein der Weg hinauf ist ein Erlebnis. Die Wallberg-Panoramastraße gibt auf vier Kilometern den Blick frei auf Täler, Felswände und Bergwälder. Zwar ist die Nutzung der Straße kostenpflichtig, aber der Ausblick und die Pflanzenwelt dort oben sind die vier Euro wohl wert. Oben angekommen, hat man einen weiten Blick auf Bad Wiesse und den davor liegenden See, über dem sich Schäfchenwolken bei gutem Wetter ein Wettrennen liefern.

Tegernsee Wallberg Kapelle

Dagegen ruhig und einsam liegt die Wallbergkapelle auf einer kleinen Bergstation. Klein und verwinkelt wirkt sie eher wie das Häuschen eines Almhirten, wäre nicht der kupferne Turm mit dem Kreuz. Bänke vor der Kirche  laden zum verweilen ein, bevor man sich auf den Weg um Panorama-Restaurant macht, wo durch eine 270 Grad-Glasfront der Alpenblick auch bei regnerischem Wetter genossen werden kann.

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