Artega

ARTEGA: Schwarze Flunder im Grünen

Einen Artega GT fahren zu können gehört sicherlich nicht zu den alltäglichen Erlebnissen. Wir hatten die Möglichkeit. Und haben sie genutzt.
Artega-Vermietung

Da steht er also. In der Halle. Kurz, flach, breit, schwarz. Nummer 143 von 157 je gebauten Exemplaren. Beim Einsteigen wird klar: wer deutlich über ein Körpermaß jenseits der 1,90 Metern verfügt, sollte eine gehörige Portion Gelenkigkeit mitbringen oder vorher noch einmal ein paar Runden Tetris spielen. Das Schlüsselmodul gleitet in seine Aufnahmestation im Armaturenbrett. Ein kurzer Druck, und der Mittelmotor im Heck erwacht mit einer Mischung aus Grummeln und einem Hauch von Blubbern. Oha. Klingt vielversprechend.

Beifahrer Gerhard Schröder und ich sehen uns an. Er rückt Smartphone und Tablet zurecht, mit denen er unterwegs die Testfahrt bloggen wird. Wir nicken uns zu. Kann losgehen.

 

Erstmal nur streicheln

Langsam rollen wir aus der Fahrzeughalle und machen uns auf Richtung Autobahn, um dem Mittelmotoswffr aus dem Hause VW die Möglichkeit zu geben, schonend die Betriebsmittel auf eine einsatzbereite Temperatur zubringen. Der V6 brummelt bei moderaten 130 Km/h stoisch vor sich hin, der Geradauslauf ist trotz des kurzen Radstandes überraschend stabil. Erster Eindruck: das Ding sitzt wirklich gut um die Hüfen und macht Lust auf mehr.

Artgea-Silvervision

Wir fahren von der Autobahn ab. Der Artega ist sicherlich für ein anderes Revier gebaut worden – nämlich für die Landstraße. Unser Ziel: kein bestimmtes. Warum auch? Wir wollen einfach nur bei knochentrockener Straße schauen, was der Kleine so kann und vor allem in dem verkehrsarmen Landstraßengeflecht der Soester Börde Landschaft und Fahrdynamik genießen.

Wir tasten uns langsam an die Möglichkeiten des Artega heran. Der Wagen zieht sich dank ESP wie auf Schienen durch die kurvige Landschaft und sorgt mit seinem gut abgestimmten Fahrwerk für gute Traktion, ohne bei Unebenheiten die Bandscheiben übermäßig durchzustauchen.

Auch die Sechsgangautomatik macht einen guten Eindruck und macht Sportmodus und Schaltwippen am Lenkrad eigentlich überflüssig. Beim Testbremsen auf einsamer Straße wird klar: hier wird nicht verzögert, hier wird ein Anker geworfen. Die Bremsen packen kraftvoll zu und bringen den Wagen innerhalb kürzester Strecke zu stehen.

Kernkompetenz Landstraße

Okay. Eingewöhnungsphase abgeschlossen. Es geht los. Von 0 auf 100 gibt der Hersteller selbstbewusst 4,8 Sekunden an – ein Wert, an dem sich allenfalls Cayman & Co orientieren können. Wir sind allein auf langer Straße. Halten an. Beide Hände ans Volant, Ferse vom Bodenblech und Fußballen runter. Es drückt uns in die Sitze. Das sonst so verhaltene Brummeln verwandelt sich mit zunehmender Drehzahl erst in ein Grollen, dann in ein Brüllen. Der Artega katapultiert nach vorn. Es zieht uns ein Grinsen ins Gesicht, das allenfalls mithilfe eines Meißelhammers noch zu entfernen wäre. Die Zeit zu stoppen haben wir vergessen, aber wir glauben die 4,8 Sekunden unbenommen.

Wir ziehen unsere Kreise durch die Börde. Entspanntes Cruisen wechselt mit rasanten Spurts, die selbst einige Male verfolgenden Motorradfahrern schwer aufs Ego gelächelt haben dürften, während sie irgendwo im Rückspiegel verschwanden und erst später wieder auftauchten.

Wer übrigens einen eher introvertierten und redearmen Tag verbringen möchte, dem sei geraten, besser nicht an einem der Roadcafés der Gegend auf einen Kaffee anzuhalten. Spätestens bei der Rückkehr zum Artega gilt es nämlich, neugierig um die Flunder streifenden Autofreunden etliche Fragen zu beantworten. Er fällt halt auf; auch wenn er mit wenig protzigem Design daherkommt.

Wir cruisen weiter durch die Landschaft und sind selbst erstaunt, wie schnell man mit den Fahreigenschaften des GT verschmelzen kann. Der Wagen bleibt in jeder Situation beherrschbar und macht vor allem eines: Laune, Laune und nochmal Laune.

 
Artgea Testfahrt

Für uns wird es langsam Zeit, den kleinen Schwarzen wieder in seinen Stall zu stellen. Den Artega geben wir zwar wieder zurück, doch unser Grinsen bleibt noch eine ganze Weile.

 

 

Superbus mit 16 Flügeltüren und 4 Elektromotoren erreicht 250 km/h

Diesen Bus würden wir Ihnen gerne anbieten. Leider gibt es ihn nur als Prototyp.

 

Das Superbus Projekt der TU Delft zielt darauf ab, Hochgeschwindigkeitsbusse und die dazugehörige Infrastruktur zu entwickeln. Der Prototyp erreicht eine Geschwindigkeit von 250 km/h, hat 16 Flügeltüren, einen Autopiloten, TV, Internet, Klimaanlage, Heizung, Navigationssystem, Hinderniserkennung und Kommunikationssystem. Mehr Informationen, Bilder und Videos finden sie auf der Projekt Homepage der TU Delft.

(Copyright der Bilder liegt bei Delft University of Technology. Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung.)

Willkommen bei Silvervision, der Blog

Aus einer ersten Idee im Rahmen der Überarbeitung unserer Website wurde schnell ein ganzes Konzept: Blog – und was passiert danach? Daher: Im Verlauf der nächsten Wochen wird aus der neuen Website eine Vielzahl an weiteren Bereichen abgeleitet werden. Silvervision bei Google+ und auf anderen Plattformen, eine neue Website in englischer Sprache usw.

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